Chronik des Internets

Internetnutzer: Vom Konsumenten zum Produzenten

Die Chronik des Internets lässt sich bereits mehrere Jahrzehnte zurückverfolgen. 1958 gründete das amerikanische Verteidigungsministerium als Reaktion auf den Sputnik-Schock die Forschungsbehörde ARPA, deren zentrales Ziel es war, auch nach einem Atomangriff eine Möglichkeit der Kommunikation zu besitzen. Sechs Jahre später präsentierte die Rand Corporation eine einfache, aber dennoch wirkungsvolle Lösung, bei der der Versand von Informationspaketen mittels einer vernetzten Struktur möglich wurde. Wenig später unternahm auch Großbritannien Forschungsversuche in diese Richtung. Dem Pentagon, dem amerikanische Verteidigungsministerium, gelang es bis 1968 ein voll funktionstüchtiges Netz aufzubauen. Ein Jahr später wurde an der kalifornischen Universität der erste Knotenrechner installiert. Im gleichen Jahr folgten noch drei weitere Knoten, wodurch der Austausch wissenschaftlicher Dokumente zwischen den Universitäten möglich wurde. Bis 1972 schlossen sich 37 Universitäten diesem Netz an. Das einheitliche TCP/IP-Protokoll, welches die Kommunikation unterschiedlicher Rechner ermöglichte, kam zum ersten Mal im Jahr 1977 im ARPANET zur Anwendung. Die folgenden Jahre wiesen einen weiteren Ausbau der Vernetzung auf und das Militärische Netz spaltet sich aus Sicherheitsgründen ab. 1989 wird ARPANET vom heutigen Internet abgelöst. Das World Wide Web wurde 1992 durch Mitarbeiter des europäischen Kernforschungszentrums CERN entwickelt. In den nächsten Jahren ist ein sprunghafter Anstieg in der Entwicklung des Internets zu verzeichnen. Kommerzielle Internet-Provider bieten nun auch Firmen und Privathaushalten Zugang zum Internet. Bereits im Januar 1995 waren auf der ganzen Welt knapp 5 Millionen Internet-Hosts registriert. Dreizehn Jahre später nutzten 1,23 Milliarden Menschen das Internet. Innerhalb Europas gibt es beim Anteil der Internetnutzer zum Teil aufgrund von Gesetzen wie beispielsweise in Estland, das den kostenlosen Zugang zum WWW garantiert, jedoch große Unterschiede.

Mit dem Web 2.0 bricht ein neues Internet-Zeitalter an, bei dem die Internetnutzer nicht mehr nur Konsumenten, sondern auch Produzenten sind. Soziale Netzwerke fördern die Möglichkeit des Kontaktknüpfens. Anwendungsprogramme sind nicht mehr an den eigenen Computer und Arbeitsplatz gebunden und ermöglichen dadurch eine freiere Benutzung. Die Nutzer übernehmen durch die Veröffentlichung von eigenen Inhalten zunehmend die Verantwortung für die Gestaltung des Internets, was nicht nur positive Entwicklungen aufweist. Die Folgen und Nachteile des Informationsflusses, den das Internet bietet, kann in einer Debatte der Frankfurter Allgemeine zum Digitalen Denken nachgelesen werden.

Die Entwicklung des Internets in den kommenden Jahren ist aufgrund des rasanten Fortschritts wohl kaum erfassbar. Gedanken zur möglichen Internetentwicklung und zukünftigen Webprojekten eines Internetnutzers können hier nachgelesen und kommentiert werden. 

 

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