Die Chroniken von Jerry Bruckheimer

Nur wenige Menschen werden als Promi geboren

Auf die Menschen, die sich zu Recht Promi nennen dürfen, wird meistens etwa neidisch geschaut. Dabei wird vergessen, dass so mancher von ihnen aus ganz armen Verhältnissen stammt und sich aus eigener Kraft Stück für Stück auf der Karriereleiter hocharbeiten musste. Es gibt unzählige Beispiele, die belegen, dass in diesem Bereich der Weg „vom Tellerwäscher zum Millionär“ durchaus möglich ist.

Einen dieser Musterlebensläufe hat Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer zu bieten. Der „Serienguru“ wurde 1945 als Sohn deutscher Einwanderer geboren. Sie konnten ihm nicht einmal sein Psychologiestudium bezahlen, sondern er musste sich seinen Lebensunterhalt über die Tätigkeit bei einem Werbestudio selbst verdienen. Dabei fand er Spaß an der Filmerei und hat für sein Lebenswerk inzwischen den Ehrendoktor der Medienwissenschaften verliehen bekommen. Und der ist – genau wie sein Vermögen – knallhart erarbeitet. Ein 18-Stunden-Arbeitstag ist für den zierlichen Wahl-Kalifornier die Normalität. Er gilt entsprechend seinem Sternbild Jungfrau als Perfektionist, der aber an seine Angestellten nie höhere Anforderungen als an sich selbst stellt.

Dabei verlief sein geschäftlicher und privater Weg durchaus nicht ohne Probleme. Einen herben Rückschlag musste er einstecken, als sich sein langjähriger Freund und Geschäftspartner Don Simpson im Jahr 1995 den „goldenen Schuss“ setzte. Bruckheimer hatte zuvor jahrelang darum gekämpft, Simpson aus dem Drogensumpf zu holen. Auch hat er ihn bis zum Schluss unterstützt und für ihn gesorgt, obwohl er wegen seiner Drogenexzesse in der Firma gar nicht mehr mit tätig war.

Der smarte Produzent und Promi hat bei seinen Projekten Mut bewiesen. Ein Beispiel sind die bisher vier Teile von „Fluch der Karibik“, denen im Sommer 2015 ein fünfter Teil folgen soll. Alle Freunde und Kollegen hatten dem Promi dringend davon abgeraten, einen Piratenfilm zu drehen. Jerry Bruckheimer hat es trotzdem gewagt und der Erfolg gibt ihm Recht.

Bisher hat er nur einen echten Missgriff bei seinen Serien gelandet. „E-Ring Military Minds“ ist nach zwei Staffeln abgesetzt worden. Große Erfolge können dagegen die CSI-Reihen feiern. Von „CSI Miami“ mit David Caruso in der Hauptrolle als Horatio Caine wurden zehn Staffeln mit weit mehr als 200 Folgen in über zwei Dutzend Ländern der Welt ausgestrahlt. CBS hat den Vertrag für die Serie beendet, obwohl die Einschaltquoten durchaus noch im sehr lukrativen Bereich lagen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>