Was ist ein Chroniker?

Die Bezeichnung leitet sich von der Chronik ab. Dieser Begriff stammt vom altgriechischen „chronos“ ab, was als Synonym für Zeit steht. Bei einer Chronik handelt es sich um die in Prosa-Form dargestellten historischen Ereignisse. Und der Chroniker ist der dazu gehörige Autor. Aber er schreibt diese Abhandlungen der geschichtlichen Abläufe nicht nur, sondern betreibt dazu meistens auch eigene Forschungen.

Dazu nutzt der Chroniker die verschiedensten Informationsmedien. Das können Zeitungsberichte sein, aber auch die Archive von Behörden, Geburtenregister und die Aufzeichnungen, die beispielsweise in den Klöstern geführt worden sind. Außerdem verwendet der Chroniker, wo es möglich ist, auch Berichte von Augenzeugen.

Die Chronik erlebte einen regelrechten Boom im Mittelalter. Für die Stadt Köln wurde beispielsweise ein Abriss der Entwicklung von einem Chroniker bereits im 13. Jahrhundert erstellt. Zu den ältesten Darstellungen eines Chronikers gehört die „Chronica maiora“, die aus dem 6. und 7. Jahrhundert stammt und das Leben des Isidor von Sevilla beschreibt.

Grundsätzlich werden verschiedene Arten von Chroniken unterschieden. Einen erheblichen Schwerpunkt nehmen die Kaiser- und Königschroniken ein. Landes- und Weltchroniken sind eine weitere große Gruppe. Städtechroniken, Klosterchroniken und in jüngster Zeit auch Schulchroniken und Vereinschroniken vervollständigen das Bild.

In diesen Schriften werden Entwicklungen dargestellt. Das unterscheidet die Arbeit der Chroniker auch von der eines Lexikonautors. Der Lexikonautor ordnet seine Ergebnisse nach dem Alphabet. Der Chroniker tut dies nach der zeitlichen Einordnung der Ereignisse. Dabei kann eine Chronik sowohl als Aneinanderreihung von Fakten und Stichworten als auch in Form einer romanartigen Abhandlung verfasst werden. Beide Formen können durch ein Einarbeitung von beweisenden Dokumenten oder Fotos ergänzt werden.

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